Alle Beiträge von Annika Kobs

Von Klingen und Perlen – 16. Grabungstag

Rieke und Daniel halten hier stolz einen der bedeutenden Funde des Tages: Eine Flintklinge mit Sichelglanz. Dieser entsteht durch das Schneiden von Pflanzen und gibt damit sehr direkt einen Hinweis auf ackerbäuliche Aktivitäten. Weiterhin fanden sich heute zwei Bernsteinperlen in einer Tiefe, in der im Grunde nicht mehr mit dieser Art von Funden gerechnet wurde, und einige Keramikscherben, die sich aber leider durchweg in einem sehr schlechten Erhaltungszustand befanden.

DSC_0091Der Wetterumschwung brachte heute einige Regentropfen, so dass nicht immer an allen Teilen von Schnitt 3 gearbeitet werden konnte. Doch lassen sich motivierte Studenten von ein wenig Luftfeuchtigkeit nicht entmutigen und so kamen die Arbeiten trotzdem recht gut voran. Während einige Quadranten weiter abgetieft und Flintschüttungen abgenommen wurden, lief die Dokumentation der freigelegten Befunde weiter auf hochtouren.

DSC_0082Schnitt 7 gelang es die dunkle Verfärbung gänzlich freizulegen und zu dokumentieren. So konnte die Mannschaft im folgenden damit beginnen den Befund zu schneiden, um die Entwicklung in tieferen Schichten zu beobachten und gleichzeitig ein Profil im Querschnitt zu erhalten.

 

Der Tag an dem Besucher kamen – 15. Grabungstag

Jorna und Jan waren heute die Stammbesetzung in der Fundbearbeitung. Sie kümmerten sich um das Wohlergehen aller Funde von der Aufnahme über die Säuberung bis zum Eintüten und dem Transport ins Institut.

Durch das gute Wetter kam die Grabung heute gut voran. In Schnitt 7 wurde die Erweiterung auf das Niveau des Schnittes abgetieft und in Schnitt 3 wurden Flintschüttungen abgetragen, Sedimentproben entnommen und munter dokumentiert.

Zusätzlich zum Grabungsalltag konnten wir einige Besucher auf der Fläche willkommen heißen. Den Anfang machte Christoph Rinne von der Archäoinformatik, der erneut Luftbilder von Schnitt 3 mit seinem Quadrocopter anfertigte.

DSC_0010Nach dem Frühstück hatten wir einen Termin mit der Presse: Annemarie Heckmann und Björn Schaller von den Kieler Nachrichten ließen sich von Martin in den bisherigen Stand der Arbeiten einweisen. Ein Artikel wird in den nächsten Tagen erscheinen und einen Einblick in die Grabungskampagne liefern.

DSC_0052Den Abschluss machte Johannes Müller, Leiter der Abteilung Urgeschichte von der UFG Kiel, um sich als oberster Grabungsleiter einen Überblick der Forschritte geben zu lassen.

 

 

Eine Grube und ein hart erkämpftes Planum – 14. Grabungstag

Um sichergehen zu können, dass kein Fund übersehen wird, wird der abgetragene Boden aus beiden Schnitten stets gesiebt bevor er auf dem Abraum landet. Aufgrund des Regens am Wochenende und der dadurch resultierenden Nässe, konnte nicht in allen Teilen der Schnitte gearbeitet werden. Die Siebmanchaft konnte heute also nicht über Langeweile klagen, da dieser Verzug endlich wieder bereinigt werden konnte.

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In Schnitt 3 wurde beim Abtiefen des süd-östlichen Bereiches (hinten rechts im Bild) eine Grube lokalisiert, die in dieser Tiefe nicht erwartet wurde. Wie diese allerdings zu bewerten ist, kann zur Zeit noch nicht geklärt werden.

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Endlich kann das Team aus Schnitt 7 wieder lachen. Nachdem sie sich tagelang durch betonharten Boden gekämpft hatten, tat ihnen das schlichte Putzen und Dokumentieren des Planums sichtlich gut.

Für eine Hand voll Matsch – 13. Grabungstag

Dank des doch recht ausgiebigen Regen, der Wangels am Wochenende heimgesucht hatte, bestand die erste Aufgabe für die Grabungsmannschaft darin die Schnitte so weit wie möglich trocken zu legen.

Leider erreichte die Feuchtigkeit in Schnitt 7 nicht die betonharten Ecken, die noch abgetragen wurden mussten. So nagte sich das Team nach dem Trockenlegen wieder durch den Boden.

DSC_0025Zum Glück hatte es Schnitt 3 nicht ganz zu schlimm erwischt. Dort konnte das erste Planum der Schnitterweiterung geputzt und dokumentiert werden. Allerdings erst nachdem die Baumwurzel der Arbeitswut der Mannschaft gewichen war.

DSC_0037Letztlich wurde das Zwischenplanum, hier links, mittig im Bild, um 20 cm verbreitert. Auf diese Weise soll man sich Stück für Stück den Standspuren der ehemaligen Orthostaten annähern.

Verdammt harter Boden – 12. Grabungstag

Obwohl es heute nur ein kurzer Arbeitstag war, gelingt es der Besatzung von Schnitt 7 nur halbherzig gute Miene zum bösen Boden zu machen. Wo der Boden von Schnitt 3 noch vor wenigen Tagen zu nass war,  um ein vernüftiges Planum zu putzen, schien er heute in 7 schlicht aus Beton zu sein.

DSC_0007Tapfer meißelte man sich durch harten Lehm und wurde kurz vor Arbeitsschluss auch mit der Andeutung einer hübschen Steinsetzung belohnt. Wie diese interpretiert werden kann,  ist allerdings noch unklar.

DSC_0008In Schnitt 3 verliefen dagegen die Arbeiten wie geplant. Die Steinsetzung, die noch gerade am mittigen, rechten Bildrand zu erahnen ist, wurde weitgehend freigelegt und dokumentiert und der Schnitt im Südwesten erweitert. Während sich die Besatzung von 7 durch Lehm arbeitete, focht man in 3 einen Kampf gegen eine Baumwurzel aus.

 

 

 

Von Bodenproben und Steinsetzungen – 9. Grabungstag

Bei bestem Grabungswetter wurden die Arbeiten an Schnitt 3 und 7 wieder aufgenommen. Da der Boden von 3 noch zu nass für das Anlegen eines Planums war, wurde hier gut gelaunt begradigt, freigelegt und Profile dokumentiert.

DSC_0114Von Grabungsmüdigkeit ist noch nichts zu bemerken. Noch packt sogar der Chef persönlich fröhlich mit an.

 

DSC_0085Auch die Archäobotanik dürfte wieder eifrig mitmischen. Während ihr Team noch mit Schlämmen beschäftigt war, nahm Wiebke Kirleis bereits weitere Bodenproben aus den Profilen von Schnitt 3.

 

DSC_0106In Schnitt 7 zeigten sich die ersten Steine einer möglichen Steinsetzung. Um was es sich dabei aber handeln könnte, ist zu diesem Zeitpunkt noch unklar. Auch hübschere Bilder der Steine blieben bis zum Feierabend aus, obwohl sich die Mannschaft von 7 wirklich bemühte das zu kompensieren.

 

Ein weiterer Schnitt – 2. Grabungstag

Während die Arbeiten in Schnitt 3000 das Tiefenniveau des Vorjahres erreicht haben, wurde etwa 4 m nordwestlich von ihm Schnitt 7000 eröffnet. Er soll die Natur eines auffälligen Befundes der geomagnetischen Propektion klären, die im Vorfeld der Grabung stattgefunden hatte.

Bis zum Ende des Tages konnte das erste Planum von Schnitt 7000 angelegt und dokumentiert werden.

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Grabungsbeginn – 1. Tag

Die Grabung von 2014 am Megalithgrab LA 69 hat begonnen.  Um nahtlos an die Arbeiten der vergangenen Kampagnen anschließen zu können, wurde zunächst die Verfüllung des derzeit einzigen Schnittes mit einem Bagger und später durch Schaufelkraft entfernt. Schnitt 3000 umfasst die im vergangenen Sommer ergrabene Grabkammer sowie deren Randbereiche.

Das erste Ziel ist es demnach, das Tiefenniveau der vergangenen Grabung zu erreichen und die Arbeiten an der Grabkammer abzuschließen.

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