Erste Verzierungen – 5. Grabungstag

Keramik ist mittlerweile keine Besonderheit mehr. Zwar waren die bisher gefundenen Scherben eher klein und von einem mäßigen Erhaltungszustand, doch kommen sie in einem unerwartet hohen Umfang zum Vorschein. Die Scherbe, die Doro heute freilegen konnte, ist jedoch für Wangels bislang einzigartig.

ScherbeNach einer vorsichtigen Reinigung durch die Fundbearbeitung sind deutlich die Verzierungen auf der Innen- UND Außenseite, direkt unterhalb des Randes zu erkennen. Aufgrund der geringen Größe ist eine Zuordnung zu einem Gefäßtyp eher schwierig, die Verzierungen entsprechen aber dem Dekor der trichterbecherzeitlichen Fruchtschalen, so dass dieser Typ zumindest in Betracht gezogen werden kann.

Ein steiniger Weg zum Planum – 4. Grabungstag

Wohingegen das Abtiefen im nordöstlichen Bereich des Schnittes bereits heute Mittag beendet werden konnte, dauern die Arbeiten im nordwestlichen Bereich aufgrund von verschiedenen Befunden, Steinen und den erneut munter störenden Wurzeln ein wenig länger. Obwohl der Chef persönlich mit angriff, ist es fraglich ob diese Fläche am Freitag bereits dokumentiert werden kann.

P1000324Des Weiteren hat Cathi für heute die Arbeit am Sieb übernommen und kämpfte sich tapfer durch den lehmigen Abraum. Zu den Funden des Tages gehörten ein wenig Keramik, sowie einige Flintabschläge.

Ein interessanter Befund – 3. Grabungstag

Während des Abtiefen des Schnittes konnte eine unregelmäßg geformte Bodenverfärbung beobachtet werden, die sowohl recht viel Holzkohle als auch gebrannten Flint enthielt. Die Grabungen der vergangenen Jahre lassen den Schluss zu, dass die Grabkammer mit gebranntem Flint gepflastert war, der aufgrund seiner meist hellgrauen oder weißen Farbe einen reizvollen Anblick bietet. Bei dem heute beobachteten Befunde könnte demnach um eine Grube zur Flintverbrennung handeln.

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Moin Moin Wangels 2016! – 1. Grabungstag

Mit einer deutlich kleineren Mannschaft melden wir uns auch dieses Jahr in Wangels zurück. Vom 22.08. bis voraussichtlich zum 09.09. soll in dieser Kampagne der Eingangsbereich des Grabes zu Ende dokumentiert und gleichzeitig die in den Vorjahren entdeckten Pflugspuren näher untersucht werden. Die Grabungsleitung haben auch in diesem Jahr wieder Prof. Dr. Johannes Müller und Dr. Martin Hinz vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der CAU zu Kiel.

P1000227Dank eines Baggers konnte Schnitt 10, der bereits im vergangenen Jahr angelegt worden war, wieder geöffnet werden, so dass Schaufel und Spaten nur noch auf den letzten Zentimeter zum Einsatz kommen mussten.

P1000250Nach der Freilegung des Schnittes und der ersten Begutachtung seines Zustandes konnte dann auch direkt mit dem ersten Abtiefen begonnen werden.

Von Drohnen und Bernsteinperlen – 19. Grabungstag

Wie auch im letzten Jahr bekamen wir Besuch von Christoph Rinne, Leiter der Abteilung Archäoinformatik des Kieler Institutes für Ur- und Frühgeschichte. Sein mitgebrachter Quadrocopter schoss trotz windiger Wetterbedingungen einige sehr gute Übersichtsfotos aus größerer Höhe.

DSC_0040Ein überaschender Fund war Schnitt 11 vergönnt. Beim Putzen des letzten Planums fand sich eine Bernsteinperle, die zum Glück schnell als solche erkannt und vorsichtig geborgen werden konnte.

DSC_0037In Schnitt 10 hat die Arbeit an den verbliebenen Profile begonnen. Sie ermöglichenen einen Querschnitt durch die Hügelschüttung und werden ebenso wie Plana mit Fotos, TachyCAD und Beschreibungen dokumentiert.

Das erste Profil, aber das letzte Planum? – 18. Grabungstag

In Schnitt 11 wurde begonnen das erste Profil an der südöstlichen Schnittgrenze zu putzen, während die übrige Schnittfläche für ein, letztes, morgen geplantes Planum abzutiefen.

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Schnitt 10 dokumentierte heute Planum drei und begann das erste Profil an dem, zu Beginn der Arbeiten angelegten, Profilsteg zu putzen. Ob in beiden Schnitten noch ein weiteres Planum erreicht werden kann ist äußerst fraglich, so dass Planum 3 im Augenblick als das letzte Planum gehandelt wird.

Die Zeit läuft – 17. Grabungstag

Mit einer durch Krankheit und andere Verpflichtungen recht ausgedünnten Grabungsmannschaft geht es in den Endspurt. So wurden in Schnitt 11 noch die Steine des letzten Planums mit dem Tachymeter eingemessen, während in den übrigen Quadranten bereits auf Planum 3 hingearbeitet wird.

DSC_0014Ähnlich sieht es in Schnitt 10 aus. Nach der Bergung der Keramikansammlung zeigte sich dieser Schnitt allerdings als recht fundleer.

DSC_0016Trotzdem kann sich die Fundbearbeitung nicht über einen Mangel an Arbeit beschweren. Die zahlreichen Flintartefakte des vergangenen Tages mussten gewaschen, klassifiziert und in die Fundlisten aufgenommen werden.

Und wieder Keramik – 16. Grabungstag

Unweit der Holzkohlekonzentration in Schnitt 10 wurde eine Anhäufung von Keramikscherben enteckt. Ein vorsichtiges Freipräparieren ergab eine größere Menge an Scherben als zunächst erwartet.

DSC_0037Aufgrund des recht desolaten Erhaltungszustand der Keramik zog sich die Freilegung beinahe den gesamten Tag hin. Eine größere Randscherbe mit Verzierung wurde schließlich im Block  geborgen. Um welchen Gefäßtyp es sich handelt, kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesagt werden.

DSC_0002Während sich Schnitt 10 wieder über Keramik freuen konnte, wurden in 11 weiter die Nachwirkungen des Wurzelabbaus verarbeitet und im nordöstlichen Teil des Schnittes ein weiteres Planum dokumentiert.