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Flugshow und endlich jemand, der sich mit Boden auskennt – 6. Grabungstag

Heute hatten wir 2 Gäste auf der Grabung: Christoph Rinne, Leiter der Abteilung Archäoinformatik des Kieler Institutes, und Uta Lungershausen, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Geographischen Institut.

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Christoph verschaffte uns den lang ersehnten Überblick: Mit Hilfe eines Quadrocopter nahm er Schnitt 3 von oben auf, trotz recht widriger Flugbedingungen und der umgebenden Bäume. Nach den eigentlichen Fotos wurde die Grabungsmannschaft nochmal für ein gemeinsames Winken mit an den Schnittrand gerufen. Der Grabungsleiter selbst ist wieder mal nicht dabei: Einerseits ist er kamerascheu, andererseits musste er den Auslöser bedienen. Dieses Experiment werden wir sicher nochmal bei mehr aufgedeckter Fläche wiederholen.

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Ansonsten gingen in Schnitt 3 Dokumentationarbeiten weiter, so wurden alle Strukturen in der Grabung, z.B. das Kammerpflaster im Vordergrund, aber auch sämtliche Profilschnitte im Planum eingemessen. Daneben wird die Oberfläche des Planums weiterhin um wenige Zentimeter abgetieft, um Strukturen in der Fläche erkennen zu können. Dies geht langsamer voran, als gedacht, der lehmige Boden, inzwischen in der Sonne gebacken, wiedersetzt sich hartnäckig der Entfernung mittels Kelle.
Die Person links im Foto, versteckt in einem Profilschnitt, ist Uta, die hier unser Geoloch inspiziert. Dabei zerstörte sie eine Theorie: der Paläoboden ist doch nur ein relativ junges Wurzelwerk, in welchem sich Eisen- und Magankonkretionen flächig festgesetzt hatten, weshalb es nach einer Schicht aussah. Wohl typisch für Pseudogley-Böden. Aber da musste eben erst einmal jemand kommen, die sich damit auskennt. Dank ihrer Hilfe verstehen wir die Gesamtstruktur der Anlage jetzt viel besser: So können wir nun die alte Bodenoberfläche vor Aufschüttung des Grabhügel inklusive ehemaliger Humusschicht identifizieren, und sind nun auch sicher, dass unter der Kammer natürlicher Boden anfängt. Danke nochmal, Uta! Auch sie kommt vielleicht nochmal mit raus, dann gibt es vielleicht auch ein vernünftiges Foto.

 

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