Von Drohnen und Bernsteinperlen – 19. Grabungstag

Wie auch im letzten Jahr bekamen wir Besuch von Christoph Rinne, Leiter der Abteilung Archäoinformatik des Kieler Institutes für Ur- und Frühgeschichte. Sein mitgebrachter Quadrocopter schoss trotz windiger Wetterbedingungen einige sehr gute Übersichtsfotos aus größerer Höhe.

DSC_0040Ein überaschender Fund war Schnitt 11 vergönnt. Beim Putzen des letzten Planums fand sich eine Bernsteinperle, die zum Glück schnell als solche erkannt und vorsichtig geborgen werden konnte.

DSC_0037In Schnitt 10 hat die Arbeit an den verbliebenen Profile begonnen. Sie ermöglichenen einen Querschnitt durch die Hügelschüttung und werden ebenso wie Plana mit Fotos, TachyCAD und Beschreibungen dokumentiert.

Das erste Profil, aber das letzte Planum? – 18. Grabungstag

In Schnitt 11 wurde begonnen das erste Profil an der südöstlichen Schnittgrenze zu putzen, während die übrige Schnittfläche für ein, letztes, morgen geplantes Planum abzutiefen.

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Schnitt 10 dokumentierte heute Planum drei und begann das erste Profil an dem, zu Beginn der Arbeiten angelegten, Profilsteg zu putzen. Ob in beiden Schnitten noch ein weiteres Planum erreicht werden kann ist äußerst fraglich, so dass Planum 3 im Augenblick als das letzte Planum gehandelt wird.

Die Zeit läuft – 17. Grabungstag

Mit einer durch Krankheit und andere Verpflichtungen recht ausgedünnten Grabungsmannschaft geht es in den Endspurt. So wurden in Schnitt 11 noch die Steine des letzten Planums mit dem Tachymeter eingemessen, während in den übrigen Quadranten bereits auf Planum 3 hingearbeitet wird.

DSC_0014Ähnlich sieht es in Schnitt 10 aus. Nach der Bergung der Keramikansammlung zeigte sich dieser Schnitt allerdings als recht fundleer.

DSC_0016Trotzdem kann sich die Fundbearbeitung nicht über einen Mangel an Arbeit beschweren. Die zahlreichen Flintartefakte des vergangenen Tages mussten gewaschen, klassifiziert und in die Fundlisten aufgenommen werden.

Und wieder Keramik – 16. Grabungstag

Unweit der Holzkohlekonzentration in Schnitt 10 wurde eine Anhäufung von Keramikscherben enteckt. Ein vorsichtiges Freipräparieren ergab eine größere Menge an Scherben als zunächst erwartet.

DSC_0037Aufgrund des recht desolaten Erhaltungszustand der Keramik zog sich die Freilegung beinahe den gesamten Tag hin. Eine größere Randscherbe mit Verzierung wurde schließlich im Block  geborgen. Um welchen Gefäßtyp es sich handelt, kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesagt werden.

DSC_0002Während sich Schnitt 10 wieder über Keramik freuen konnte, wurden in 11 weiter die Nachwirkungen des Wurzelabbaus verarbeitet und im nordöstlichen Teil des Schnittes ein weiteres Planum dokumentiert.

Schnitt 11 hat sich ausgewurzelt – 15. Grabungstag

Endlich wurde zumindest eine der störenden Wurzeln beseitigt. Heino Schöning und Karsten Krzizan vom ZVO Energie rückten dem Hindernis mit schwerem Gerät zu Leibe und triumphierten.

DSC_0013Da der Schaden an Planum und Profil so gering wie möglich ausfallen sollte, konnte die Wurzel nicht einfach gezogen werden. So „biss“ eine Baggerschaufel sie Stück für Stück kleiner und hob den verbliebenen Stumpf schließlich heraus.

DSC_0033Trotz aller Vorsicht ließ sich ein gewisser Schaden an Planum und Profil leider nicht verhindern. Nach einer genauen Prüfung nach der Beseitigung von Wurzelresten und losem Bodenmaterial, entpuppte sich dieser aber ein geringer als zunächst angenommen.

DSC_0051Durch die Arbeiten an der Bauwurzel geriet der Besuch der Botaniker ein wenig ins Hintertreffen. Wie auch in den vergangenen Jahren kümmerte sich ein Team von Botanikern und Studenten um die von der Grabungsmannschaft genommenen Bodenproben. Dazu wurde das Material geschlämmt und das Material zur weiteren Begutachtung ins Institut gebracht. Auf diese Weise können Samenkörner und andere pflanzliche Bestandteile aus der Zeit der Errichtung des Grabes gefunden werden, die neben der Datierungsmöglichkeit auch Rückschlüsse auf die damalige Landschaft ermöglichen.

Fotos vom Profi – 14. Grabungstag

Wieder durften wir eine Besucherin auf der Fläche begrüßen. Sara Jagiolla, eine der Fotografinnen des Institutes für Ur- und Frühgeschichte in Kiel, verschaffte sich einen Überblick über die Ausgrabung und den bisherigen Funden. Zusätzlich half sie bei der Fotodokumentation des Holzkohlebefundes in Schnitt 10 und schoss bei der Gelegenheit das eine oder andere Arbeitsbild.

DSC_0016Der stark mit Holzkohle durchsetze Befund in Schnitt 10 gibt noch immer einige Rätsel auf. Bislang wurde er im Planum dokumentiert und für spätere Analysen beprobt. Abgesehen von der Holzkohle kamen keine weiteren Funde zu tage.

DSC_0004Schnitt 11 schlägt sich weiter mit der immer riesiger scheinenden Baumwurzel herum. Da sich für morgen die Forstarbeiter für einen weiteren Abholzungsversuch angemeldet haben, wurden die einzelnen Wurzelstränge sorgfältig freigelegt.

 

Grabungsbesuch und endlich Arbeit für die Botaniker – 13. Grabungstag

Über interessierten Besuch freuen wir uns immer. Vor allem, wenn er Kuchen mitbringt. Heute durften wir Boris , Sebastian  und Bastian begrüßen, drei kieler Studenten. Sebastian und Boris haben bereits in den Kampagnen 2013, bzw. 2013 und 2014 mitgegraben und wollten sich über den Fortschritt der Grabung informieren.

DSC_0016Unterdessen wurde in Schnitt 11 eine Steinsetzung abgenommen und die darunterliegende Erde als Bodenprobe für die Botaniker genommen, die am Freitag erwartet werden.

DSC_0088Zu guter Letzt haben wir die Genehmigung für eine Woche Grabungsverlängerung erhalten, so dass die Kampagne bis zum 14.08. gestreckt werden kann.

Von Backtellern, Astscheren und verzierter Keramik – 12. Grabungstag

Ein am gestrigen Tag geborgenes, gut erhaltenes Stück Keramik entpuppte sich bei näherer Säuberung als Fragment eines etwa 26 cm im Durchmesser betragenen, unverzierten Backteller. Dieser Fund ist damit bis jetzt in Wangels einzigartig.

DSC_0020Während Schnitt 11 schon das nächste Planum anlegen und dokumentieren konnte, kam es in Schnitt 10, wie auch 11 noch immer von der Baumwurzel geplagt, zu einer neuerlichen Verzögerung, als die Schneide, der erst letzte Woche gekauften Astschere, an einer Wurzel kapitulierte und brach. Der Versuch eines Umtausches im Hagebaumarkt gestaltete sich schwieriger als gedacht, schließlich sah die Schere ja „benutzt“ aus und konnte damit „keine Woche als sein“. Der Markt behielt das Gerät erstmal ein, um einen Umtausch später zu entscheiden. Schnelle Abhilfe und zwei neue Astscheren erhielten wir im Bremer Baumarkt. Mögen diese zwei uns lange erhalten bleiben.

DSC_0071Mit neuwertigen Astscheren ging es in Schnitt 10 wieder frisch ans Werk. Es konnte zwar kein weiteres Planum erreicht werden, doch dafür entdeckte man in der unmittelbaren Nähe der Holzkohlekonzentration einige verzierte Keramikscherben, die vorsichtig freipräpariert wurden.

 

Mehr Holzkohle und ein weiteres Planum- 11. Grabungstag

Endlich spielt das Wetter wieder mit und beschert uns strahlenden Sonnenschein. So konnte heute auch endlich Schnitt 10 nachziehen und dokumentierte sein zweites Planum.

DSC_0084Während eine Hälfte der Schnittmannschaft mit einmessen und beschreiben beschäftigt war, arbeite die zweite Hälfte weiter an dem stark mit Holzkohle durchsetzen Befund.

DSC_0045Nachdem weitere größere Holzkohlefunde via Tachymeter eingemessen worden waren, fanden sich in direkter Nähe mehrere recht gut erhaltene Keramikscherben, die kurz vor Feierabend ebenfalls geborgen werden konnten.

Ein weiteres Planum und endlich wieder Holzkohle – 10. Grabungstag

Die doch sehr störenden Baumwurzeln und das schlechte Wetter der vergangen Tage lassen uns leider langsamer vorankommen als geplant, doch heute konnte endlich ein weiteres Planum in Schnitt 11 dokumentiert werden.

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Neben dem Fotografieren stehen uns dazu die Befundbeschreibungen und die Zeichnungen via AutoCAD, ein Programm mit dem Bodenverfärbungen, Steine und Wurzel-, bzw. Tiergänge durch einmessen mit dem Tachymeter dargestellt werden kann.

DSC_0005Schnitt 10 erfreute seine Mannschaft dafür mit einer sehr aufgeprägten Ansammlung von Holzkohle, die für etwaige spätere Untersuchungen vorsichtig eingetütet und ins Institut verbracht wurde.