Grabung im Äther – 8. Grabungstag

Nach mehreren Grabungskampagnen in Wangels sind Journalisten  fast schon normale Gäste. Für einen Radiobeitrag wurde allerdings noch keiner von uns interviewt. So konnte Matthias Hennies eine Premiere für sich verbuchen. Wir bedanken uns für diesen recht spannenden Besuch.

DSC_0004Des Weiteren kann eines der Grabungsziele als erfüllt verzeichnet werden. Im Bildhintergrund lässt sich deutlich eine längliche Steinsetzung erkennen, die als wahrscheinliche Umfassung des ursprünglichen Grabhügels angesprochen werden kann.

Ein regennasser Dienstag- 7. Grabungstag

Der Dienstag schlug recht erbarmungslos zu buche. Immer wieder musste die Arbeit eingestellt und die Schnitte abgeplant werden um sie vor dem Verregnern zu schützen. Lediglich die Fundbearbeitung war davon nicht betroffen. Gegen 11 Uhr wurden die Fahnen endgültig gestreckt und ein sehr früher Grabungsschluss verhängt. Ins Institut geflüchtet wurden bis zum Nachmittag die getrockneten Keramikfunde der vergangenen Tage gesichtet und vorsichtig gesäubert.

Von Perlen und Besuchern – 6. Grabungstag

Ein kleiner Fund sorgte am Mittag für Aufheben: Eine Bernsteinperle, wie sie auch schon in den vergangenen Kampagnen in Wangels gefunden werden konnte. Leider ist auch dieses Exemplar in mehrere Teile zerbrochen, so dass bis jetzt noch keine Aussagen über ihre ursprüngliche Form gemacht werden können. Geborgen wurde sie innerhalb der schon gestern dokumentierten Scherbenansammlung.

DSC_0009Während die Perle geborgen wurde, traf Dr. Jan Piet Brozio ein, der erst vor kurzem seine Dissertation mit einem Forschungsschwerpunkt auf den Oldenburger Graben und besonders auf die Fundplätze Wangels und Oldenburg-Dannau vorgestellt hatte.  Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle.

DSC_0015Während sich Schnitt 10 also über unerwartet viel Keramik und einer noch unerwarteteren Bernsteinperle freuen konnte, gehen die Arbeiten in Schnitt 11 aufgrund der hartnäckigen Baumwurzel und der Steinsetzung langsamer voran als geplant.

Mehr Keramik als gedacht – 5. Grabungstag

Endlich kann auch die Fundbearbeitung nicht mehr über mangelnde Beschäftigung klagen. Vielen Dank an dieser Stelle. Durch die ausdauernde Arbeit der Siebmannschaften kamen während des Abtiefens in beiden Schnitten zahlreiche Funde zu Tage, die meiner Ausmerksamkeit bedurften. So mussten Steinartefakte gesäubert, klassifiziert und verpackt werden. Holzkohlefunde wurden sicher weggetütet und Keramikscherben zum trocknen ausgelegt, um sie später vorsichtig säubern und näher bestimmen zu können. So füllen sich auch die Fundlisten für beide Schnitte allmählich.

DSC_0002Ein unerwarteter Fund gelang schließlich am frühen Nachmittag. In der Nähe einer Steinsetzung konnte eine größere Ansammlungen von Wand- und Randscherben ausgemacht, vorsichtig freipräpariert  und geborgen werden. Um was es sich dabei genau handelt, kann zu diesem Zeitpunkt aber nicht nicht genau gesagt werden, da auch diese Scherben noch nicht näher untersucht werden konnten.

 

Erste Keramik – 4. Grabungstag

Obwohl immer wieder kleinere Regenpausen eingelegt werden mussten, kommt die Grabung recht gut voran. Die ersten Funde von Flintartefakten, Holzkohle und einigen wenigen Keramikscherben konnten verzeichnen werden. So präsentiert Clara das Highlight des Tages: eine gut erhaltene und höchstwahrscheinlich verzierte Wandscherbe.

DSC_0017Die Bereiche in Schnitt 10 und 11, die bereits 2013 als Schnitte durch die Hügelschüttung angelegt worden waren, wurden erneut geöffnet, um Profile zu erhalten, die als Anhaltspunkte zum Abtiefen der Flächen genutzt werden können.

DSC_0001Während des Abtiefens kamen in beiden Schnitten Steinsetzungen zu Tage. Als was diese Befunde angesprochen werden können, konnte allerdings noch nicht geklärt werden.

Störende Wurzeln und erste Funde – 3. Grabungstag

Die Baumstümpfe in beiden Schnitten entwickeln sich zu einem Problem, da sie ein gleichmäßig flächiges Abtiefen des Bodens erschweren, bzw. verhindern. Sämtliche Versuche die Stümpfe und ihre Wurzeln zu entfernen schlugen bislang fehl, so dass vorerst um sie herum gearbeitet werden muss.

DSC_0097Nach der am Vortag abgeschlossenen Dokumentation der ersten Plana wurde nun in beiden Schnitten weiter abgetieft und der Abraum gesiebt, was der Fundbearbeitung erste Funde in Form von Flint und ein wenig Holzkohle bescherte. Bei den Flintartefakten handelt es sich hauptsächlich um Trümme, Abschläge und den schon bekannten gebrannten Flint. Werkzeuge oder weitere Bearbeitsungsspuren an den Objekten konnten jedoch bislang nicht ausgemacht werden.

 

Es gibt kein schlechtes Wetter! – 2. Grabungstag

Am Morgen schien es als wollte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen. Starker Regen hatte die Schnitte zum Teil voll laufen lassen und machte das Laufen auf dem matschigen Hügel schwierig bis gefährlich. So blieb uns zunächst nichts anderes übrig, als die erste Stunde in den Wagen auszuharren und auf Besserung zu hoffen. Die kam auch schneller als gedacht, noch vor der Mittagspause wurden wir für unsere Geduld mit strahlendem Sonnenschein belohnt.

DSC_0011Allmählich nehmen beide Schnitte Gestalt an. Nach einem weiteren Abtrag von mehreren Zentimetern konnten sowohl in Schnitt 10 als auch in Schnitt 11 die ersten Plana dokumentiert und fotografiert werden.

Wangels 2015 hat begonnen

Wir sind wieder da. Vom 20.07 bis zum 07.08. wird ein Team kieler Studenten der Ur- und Frühgeschichte unter der Leitung von Prof. Dr. Johannes Müller und Dr. Martin Hinz das Megalithgrab untersuchen.

DSC_0004Nachdem im Vorjahr die Arbeiten an der Grabkammer nahezu abgeschlossen werden konnten, wurden zwei Schnitte an den Längsseiten des Grabes abgesteckt und der Oberboden mit Schaufeln entfernt.

DSC_0011Diese Arbeiten gingen recht zügig voran, so dass in Schnitt 11 bereits vor dem Feierabend ein erster Planum zur besseren Übersicht angelegt werden konnte.